Finanzsystem regulieren
Finanzsystem regulieren, Bargeld schützen!
In der Krise hat sich erneut gezeigt, dass Fondsmanager und Banker trotz unvorstellbar hoher Gehälter nicht systemrelevant sind. Zumindest nicht im positiven Sinne. Denn mit ihren Entscheidungen können sie in einem unregulierten Finanzsystem erheblichen Schaden für die reale Wirtschaft anrichten. Nach der Finanzkrise 2007/08 wurde diese Gefahr nicht gebannt.
Seit der Finanzkrise 2009 wurde keine Regulierung der Finanzmärkte wirklich ernsthaft angegangen. Es haben sich wieder enorme Finanzblasen gebildet, die nun im Schatten der Coronakrise zu platzen drohen. Die Zentralbanken haben immer mehr Geld in das Finanzsystem gepumpt. Die Geldschöpfung erfolgt dabei von den Zentralbanken und den Privatbanken. Nur ein Drittel der im Umlauf befindlichen Geldmenge ist mit zur Verfügung stehenden Waren und Dienstleistungen hinterlegt. Den Privatbanken muss dieses Privileg wieder entzogen werden. Dieses neu geschöpfte Geld wurde in immer mehr gefährlichen Unternehmensanleihen investiert, weil immer mehr Gewinn erzielt werden muss. Mittlerweile sind über 80% der Geldmenge im Finanzsektor gebunden und der Rest zur Investitionstätigkeit in dem produktiven Bereich. Eine europäische Finanztransaktionssteuer wird von Deutschland blockiert. Mittlerweile wurden in einigen Staaten gefährliche Leerverkäufe verboten, Finanzminister Scholz sieht aber keine Notwendigkeit dies ebenfalls zu tun. Ebenso wurden höchst riskante Finanzprodukte nicht reguliert oder verboten. Die Trennung von Kreditgeschäft und Investmentbanking ist immer noch nicht vollzogen. Wenn nicht wieder die Verluste vergesellschaftet werden sollen, dann müssen die Regierungen diese Probleme jetzt angehen. Das Bargeld muss erhalten bleiben, auch wenn jetzt verstärkt zum bargeldlosen Bezahlen aufgerufen wird. Nur damit kann die Privatsphäre vor staatlichem oder gewinnorientiertem Zugriff geschützt werden.
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